Das Strandhotel-Sylt Tagebuch unseres Hotels:

An dieser Stelle möchten wir Ihnen Aktuelles, Anekdoten des Hotels oder einfach nur ein paar persönliche Dinge rund um das Strandhotel Sylt, Wenningstedt und den Alltag auf Sylt erzählen...

COVID-19: Weihnachten fällt aus, Sylvester ist nach wie vor ungewiss

27.11.2020

Auf der Ministerpräsidenten-Konferenz am letzten Mittwoch wurde ein bundeseinheitliches Vorgehen zum Schutz einer weiteren Ausbreitung der Pandemie beschlossen.

Der Ministerpräsident Daniel Günther des Landes Schleswig-Holstein hat sogleich angekündigt, dass er für sein Bundesland (also auch Sylt) Abweichungen vorsieht, da dieses Bundesland weit unter den Durchschnittswerten der Bundesrepublik liegt.

Heute wurde der Erlass verkündet, welcher am Montag beschlossen wird und dann in Kraft tritt:

  • das touristische Reiseverbot bleibt bis zum 23. Dezember 2020 bestehen
  • zwischen dem 23. und 27. Dezember 2020 dürfen Verwandte nur zum Zweck von Verwandtenbesuchen in Hotels übernachten, allerdings maximal für zwei Nächte
  • eine Aussage darüber, was nach dem 27. Dezember passiert gibt es derzeit nicht

Für uns (Strandhotel) steht fest, dass eine Eröffnung für nur vier Nächte nicht sinnvoll umsetzbar ist.

Wenn bis zum 20.12.2020 wiedererwartend verkündet werden sollte, dass wir ab dem 23.12. durchgehend, also auch über Sylvester öffnen dürfen, freuen wir uns, Sie ab dem 23.12. wieder empfangen zu dürfen. Wenn das nicht eintritt bleiben wir leider geschlossen, bis es neue Informationen/Erkenntnisse/Erlasse gibt. Wir halten Sie hier immer so zeitnah, wie es möglich ist auf dem Laufenden.

Es tut mir fürchterlich leid, dass es aktuelle keine bessere/längere Planbarkeit gibt. Wir würden Ihnen dies liebend gerne ermöglichen, leider sind aber auch wir in diesem Prozess nur Passagiere.

COVID-19: erneuter Lockdown vom 02. bis 30. November

29.10.2020

Auch wenn es unvermeidlich ist, dass eigentlich jeder das Fazit der gestrigen Pressekonferenz mitbekommen hat, möchte ich hier noch mal ein paar Informationen zusammenfassen, welche unsere Gäste betreffen:

  • vom 02. November vorerst begrenzt bis zum 30. November ist das touristische Reisen erneut verboten
  • die Buchungen, welche komplett in diese Zeit fallen sind von amtswegen storniert und dies - nach derzeitigem Rechtsverständnis - für den Gast kostenfrei
  • nach zwei Wochen - voraussichtlich also am 16.11. - wird geprüft, ob dieser erneute Lockdown Erfolge zeigt, wenn das nicht der Fall sein sollte, wird er verlängert

Heute soll es passend zu dieser Pressekonferenz die entsprechende, bundesweite Verordnung geben, die dann auch bis auf weiteres rechtsverbindlich ist. Wir werden heute und in den nächsten Tagen jede Buchung kontaktieren und Sie nochmals in Kenntnis setzen, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dies nicht bis "heute Mittag" zu schaffen ist.

Buchungen, welche den Lockdown nur zum Teil betreffen, unterliegen einer Abwägung der Verhältnismäßigkeit. Wenn ein Gast z.B. vom 20.11. bis 02.12. gebucht hat, ist die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben, dass man vom Gast erwarten kann, dass er am 30.11. anreist oder alternativ die zwei Nächte, die er hätte kommen dürfen, bezahlt. Wenn ein Gast hingegen vom 28.11. bis 10.12. gebucht hat, ist die Rechtsauffassung so, dass man vom Gast erwarten darf, dass er am 30.11. anreist oder er eine entsprechende Stornierungsrechnung akzeptieren muss.

Wie in einem früheren Beitrag, muss ich Sie um Ihr Verständnis bitten, dass wir in diesen Fällen keinen Spielraum mehr haben, um kulant sein zu können. Die einzige Alternative ist, dass Sie einen der von uns vorgegebenen Alternativtermine als Ersatz nutzen, das ist dann aber höchstwahrscheinlich nicht Ihr Wunschtermin.

Ich hoffe und wünsche mir, dass Sie alle gesund bleiben, wir würden uns riesig freuen, Sie bald wieder begrüßen zu dürfen und sehr, sehr gerne möchte ich hier so bald wie möglich mal wieder etwas Positives schreiben.

COVID-19: keine Testpflicht mehr!

23.10.2020

So schnell können sich die Grundlagen unserer Arbeit aktuell ändern. Gestern um 16:00 Uhr habe ich hier das letzte COVID-19-Update geschrieben, um 17:32 Uhr kam dann die nächste Erkenntnis, welche vieles wieder über den Haufen geworfen hat.

Das Oberverwaltungsgerichts Schleswig hat gestern geurteilt, das keine inländischen Hochinzidenzgebiete mehr bei der Einreise nach Schleswig-Holstein berücksichtigt werden. Der Erlass des Landes Schleswig-Holstein ist somit mit sofortiger Wirkung ungültig (offizieller Link dazu).
Das heißt im Umkehrschluss, dass auch Gäste, die aus einem Risikogebiet anreisen, sich nicht mehr vor der Anreise testen lassen müssen. Die Anreise ist jeder Zeit möglich.

Ein paar persönliche Worte dazu:

Ob mit oder ohne Test war mir persönlich egal, da ich schon immer auf die Eigenverantwortung meiner Gäste vertraut habe und nie das Recht hatte den geforderten Test auch einsehen zu dürfen.

Was verstehe ich unter "Eigenverantwortung"?

Ganz einfach, wenn Sie Symptome haben, die auf eine Erkrankung hindeuten, sprechen Sie vor der Anreise mit Ihrem Hausarzt. Überlassen Sie diesem Profi die Entscheidung, ob Sie verreisen dürfen oder nicht und lassen Sie sich gegebenenfalls krankschreiben, damit Ihre Reiserücktrittsversicherung einspringen kann.
Genauso verhält es sich, wenn Sie in den letzten 14 Tagen in unmittelbarem Kontakt zu einem Infizierten waren, hier sitzen die Profis in Ihrem Gesundheitsamt, auch diese werden Sie entsprechend professionell beraten.

Wir freuen uns, Sie nach wie vor und jetzt wieder uneingeschränkt begrüßen zu dürfen. Und Sie sind hier aufs Herzlichste willkommen.

COVID-19: Umbuchungen, Alternativ-Termine, Gutscheine und Kulanz

22.10.2020

Seit Tagen steht das Telefon nicht mehr still und die eMails kommen im Minutentakt, verständlich und absolut nachvollziehbar. Der Inhalt ist immer nahezu identisch, die eigene Heimat ist zum Risikogebiet erklärt worden und der Gast möchte oder kann sich nicht testen lassen. Entweder, weil es - wie in Berlin - sehr teuer und nur "Kranken" vorbehalten sein soll, weil es ein eigenes, politisches Statement ist oder man einfach nicht reisen möchte.

Auf der anderen Seite reisen auch viele Gäste mit einem entsprechenden Test an, erstaunlich oft höre ich auch, dass es relativ günstig (kostenlos bis EUR 60/Person) war. Insofern gibt es regional wohl riesige Unterschiede. Bei den Berliner Gästen hat es sich eingebürgert, dass Sie sich auf dem Weg in Hamburg testen lassen (90-130 Euro, am Hauptbahnhof von 8:00 bis 20:00 Uhr, am Flughafen sogar 24/7).

Die Rechtslage (bzw. das Rechtsempfinden) besagt, dass es für den Gast zumutbar sein soll, dazu gehört z.B. auch einen Tag später anzureisen. Wenn er dennoch nicht anreisen möchte, sei das seine freie Entscheidung mit den entsprechenden Konsequenzen gemäß dem jeweiligem Buchungsvertrag. Mit dem politischen Hinweis, bzw. der Bitte, man solle doch möglichst mit dem Gastgeber ein Gespräch suchen und eine einvernehmliche Lösung finden.

Wie stellt die Politik sich das vor?

Nach dem Lockdown im Frühjahr stehen die meisten Betriebe mit dem Rücken an der Wand. Auf der Basis aus Kulanz eine Buchung von den Herbstferien in die Osterferien zu verschieben ist ein wirtschaftlicher Selbstmord. Denn die jetzige Lücke ist nicht zu füllen, soweit es Ostern 2021 wieder besser laufen sollte, würde der Gast dann einem anderen Gast das Zimmer weg nehmen, der es zusätzlich bezahlt hätte. Entsprechend würde der Gastgeber den Umsatz dieser Buchung so oder so verschenken, das kann keine Lösung sein.

Aus diesem Grund sind wir dazu übergegangen Alternativ-Termine für einen Umbuchungswunsch vorzugeben. Diese müssen notweniger Weise in der "Sauren-Gurken-Zeit" liegen, damit sie andere Buchungen nicht blockieren, das wären dann Termin im November, Dezember, Januar und Februar (auch noch im Winter 2021/22).

Sie dürfen gerne nach einem Alternativ-Termin fragen, bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass diese dann höchstwahrscheinlich keine Wunschtermine sein werden. Sie erhalten eine Auswahl an Terminen, die Alternative wäre leider die Stornierungsrechnung.

Dies ist kein schöner Beitrag und es fällt mir schwer so etwas zu schreiben, leider ist es aber eine wirtschaftliche Notwendigkeit so zu agieren. Ich bitte um Ihr Verständnis für die aktuelle Situation und würde mich freuen Sie bald wieder zu sehen. Bitte bleiben Sie gesund!

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