Das Strandhotel-Sylt Tagebuch unseres Hotels:

An dieser Stelle möchten wir Ihnen Aktuelles, Anekdoten des Hotels oder einfach nur ein paar persönliche Dinge rund um das Strandhotel Sylt, Wenningstedt und den Alltag auf Sylt erzählen...

COVID-19: keine Testpflicht mehr!

23.10.2020

So schnell können sich die Grundlagen unserer Arbeit aktuell ändern. Gestern um 16:00 Uhr habe ich hier das letzte COVID-19-Update geschrieben, um 17:32 Uhr kam dann die nächste Erkenntnis, welche vieles wieder über den Haufen geworfen hat.

Das Oberverwaltungsgerichts Schleswig hat gestern geurteilt, das keine inländischen Hochinzidenzgebiete mehr bei der Einreise nach Schleswig-Holstein berücksichtigt werden. Der Erlass des Landes Schleswig-Holstein ist somit mit sofortiger Wirkung ungültig (offizieller Link dazu).
Das heißt im Umkehrschluss, dass auch Gäste, die aus einem Risikogebiet anreisen, sich nicht mehr vor der Anreise testen lassen müssen. Die Anreise ist jeder Zeit möglich.

Ein paar persönliche Worte dazu:

Ob mit oder ohne Test war mir persönlich egal, da ich schon immer auf die Eigenverantwortung meiner Gäste vertraut habe und nie das Recht hatte den geforderten Test auch einsehen zu dürfen.

Was verstehe ich unter "Eigenverantwortung"?

Ganz einfach, wenn Sie Symptome haben, die auf eine Erkrankung hindeuten, sprechen Sie vor der Anreise mit Ihrem Hausarzt. Überlassen Sie diesem Profi die Entscheidung, ob Sie verreisen dürfen oder nicht und lassen Sie sich gegebenenfalls krankschreiben, damit Ihre Reiserücktrittsversicherung einspringen kann.
Genauso verhält es sich, wenn Sie in den letzten 14 Tagen in unmittelbarem Kontakt zu einem Infizierten waren, hier sitzen die Profis in Ihrem Gesundheitsamt, auch diese werden Sie entsprechend professionell beraten.

Wir freuen uns, Sie nach wie vor und jetzt wieder uneingeschränkt begrüßen zu dürfen. Und Sie sind hier aufs Herzlichste willkommen.

COVID-19: Umbuchungen, Alternativ-Termine, Gutscheine und Kulanz

22.10.2020

Seit Tagen steht das Telefon nicht mehr still und die eMails kommen im Minutentakt, verständlich und absolut nachvollziehbar. Der Inhalt ist immer nahezu identisch, die eigene Heimat ist zum Risikogebiet erklärt worden und der Gast möchte oder kann sich nicht testen lassen. Entweder, weil es - wie in Berlin - sehr teuer und nur "Kranken" vorbehalten sein soll, weil es ein eigenes, politisches Statement ist oder man einfach nicht reisen möchte.

Auf der anderen Seite reisen auch viele Gäste mit einem entsprechenden Test an, erstaunlich oft höre ich auch, dass es relativ günstig (kostenlos bis EUR 60/Person) war. Insofern gibt es regional wohl riesige Unterschiede. Bei den Berliner Gästen hat es sich eingebürgert, dass Sie sich auf dem Weg in Hamburg testen lassen (90-130 Euro, am Hauptbahnhof von 8:00 bis 20:00 Uhr, am Flughafen sogar 24/7).

Die Rechtslage (bzw. das Rechtsempfinden) besagt, dass es für den Gast zumutbar sein soll, dazu gehört z.B. auch einen Tag später anzureisen. Wenn er dennoch nicht anreisen möchte, sei das seine freie Entscheidung mit den entsprechenden Konsequenzen gemäß dem jeweiligem Buchungsvertrag. Mit dem politischen Hinweis, bzw. der Bitte, man solle doch möglichst mit dem Gastgeber ein Gespräch suchen und eine einvernehmliche Lösung finden.

Wie stellt die Politik sich das vor?

Nach dem Lockdown im Frühjahr stehen die meisten Betriebe mit dem Rücken an der Wand. Auf der Basis aus Kulanz eine Buchung von den Herbstferien in die Osterferien zu verschieben ist ein wirtschaftlicher Selbstmord. Denn die jetzige Lücke ist nicht zu füllen, soweit es Ostern 2021 wieder besser laufen sollte, würde der Gast dann einem anderen Gast das Zimmer weg nehmen, der es zusätzlich bezahlt hätte. Entsprechend würde der Gastgeber den Umsatz dieser Buchung so oder so verschenken, das kann keine Lösung sein.

Aus diesem Grund sind wir dazu übergegangen Alternativ-Termine für einen Umbuchungswunsch vorzugeben. Diese müssen notweniger Weise in der "Sauren-Gurken-Zeit" liegen, damit sie andere Buchungen nicht blockieren, das wären dann Termin im November, Dezember, Januar und Februar (auch noch im Winter 2021/22).

Sie dürfen gerne nach einem Alternativ-Termin fragen, bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass diese dann höchstwahrscheinlich keine Wunschtermine sein werden. Sie erhalten eine Auswahl an Terminen, die Alternative wäre leider die Stornierungsrechnung.

Dies ist kein schöner Beitrag und es fällt mir schwer so etwas zu schreiben, leider ist es aber eine wirtschaftliche Notwendigkeit so zu agieren. Ich bitte um Ihr Verständnis für die aktuelle Situation und würde mich freuen Sie bald wieder zu sehen. Bitte bleiben Sie gesund!

Preiserhöhung ab dem 01. Dezember

10.10.2020

Ab dem 1. Dezember 2020 werden wir die Preise erhöhen. 

Wenn Sie bis zum 30. November 2020 Ihren Urlaub für 2021 buchen, erhalten Sie - quasi als Frühbucher-Bonus - die alten Preise gemäß unserer noch aktuellen Preisliste. 

Wir freuen uns auf Sie, 
Ihre Familie Welsch

COVID-19: Wie ist das mit den Risikogebieten?

04.10.2020

Diese Frage wird immer häufiger gestellt, es ist richtig und auch wichtig sich darüber Gedanken zu machen, bevor man die Anreise antritt. Tatsächlich gibt es hier auch mal wieder nur eine Rechts-Auffassung und noch keine Bestätigung durch Gerichtsurteile.

Seit Bielefeld/Gütersloh Anfang Juli 2020 ein "Hotspot" war, ist das Robert-Koch-Institut dazu übergegangen die Risikogebiete sehr klein zu halten, bei Großstädten begrenzt es sich regelmäßig sogar nur auf einzelne Stadtteile. Der Vorteil ist, dass immer nur möglichst wenig Menschen davon betroffen sind, der Nachteil ist, dass wir als Ihr Gastgeber den Überblick verlieren und auf die Eigenverantwortung unserer Gäste angewiesen sind. 

Entsprechend bitten wir Sie, anzuzeigen, wenn Sie aus einem Risikogebiet anreisen würden und unbedingt die Vorgaben des Gesetzgebers zu befolgen, damit das Verbreitungsrisiko so gering wie möglich gehalten wird.

Zur Ist-Situation, soweit wir es eruieren können: 

Wenn Sylt (regional, überregional oder national) zum Risikogebiet erklärt wird, wie es zwischen dem 18. März und 18. Mai 2020 der Fall war, sind alle Buchungen von amtswegen storniert. Das geht dann voll zu unseren Lasten, der Gast geht nach derzeitigem Rechtsverständnis kostenfrei daraus hervor.

Wenn hingegen die Herkunftsregion des Gastes zum Risikogebiet erklärt wird, hat der Gast die Option kurzfristig vor der Anreise nachzuweisen, dass er „negativ“ ist, dann darf er anreisen. Wenn er hingegen „positiv“ getestet wird, wäre er im klassischen Sinne krank und muss kostenpflichtig stornieren, was aber dann wohl eine Reiserüchtrittsversicherung tragen würde/muss. Wenn sich der Gast nicht testen lassen und nicht anreisen möchte, ist das seine freie Entscheidung und somit eine normale Stornierung, die dann leider auch kostenpflichtig gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist.

Unter diesem Link veröffentlicht die Landesregierung Schleswig-Holstein täglich zwischen 10:00 und 11:00 Uhr eine neue Liste der Risikogebiete. Maßgebend ist immer der Zeitpunkt Ihrer Abreise aus der Heimat. Wenn man also z.B. München am 11. Oktober verlassen hat und München wird am 12. Oktober zum Risikogebiet, kann man seinen Urlaub wie geplant in Schleswig-Holstein verbringen. 

Quelle der Karte: RKI

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